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NFP Schnellkurs (wird aktuell bearbeitet bzw. diskutiert)

Was ist NFP?

mit der natürlichen Familienplanung lernt man, anhand von Körperzeichen die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage eines Zyklus zu bestimmen.

Ist NFP für jeden geeignet?

Ja, durch die doppelte Kontrolle ist NFP sicher, und für jeden geeignet (auch bei unregelmäßigen Zyklen).

Wie geht NFP?

NFP ist eine symptothermale Methode. Sympto steht für den Zervixschleim und/oder den Muttermund und Thermal für die Temperatur.

Temperatur:

ab den ersten Zyklustag (1. Tag der Menstruation) wird mit der Temperaturmessung begonnen. Wichtig ist, die Basaltemperatur zu haben. Das ist der niedrigste Wert, den man an einem Tag hat. Dieser wir nach den aufwachen, und vor dem aufstehen gemessen. Das Thermometer muss den NFP Richtlinien entsprechen (z.B. digital mit 2 Nachkommastellen). Rektal ist die genaueste Messung. Hier sollte 3 Minuten gemessen werden. Bei Oral und Vaginal ist die Messzeit 5 Minuten. Gerade zu Beginn sollte möglichst zur gleichen Zeit gemessen werden. Viele Frauen haben um 8 Uhr eine andere Temperatur als um 10 Uhr. Die Temperatur wird auf ein halbes Zehntel °C gerundet, und mit der Uhrzeit der Messung in das Kurvenblatt eingetragen. Die erste Zyklushälfte wird die Temperatur niedrig liegen. Zum ES geht sie rauf, und wird bis zum Ende des Zyklus oben bleiben. Es kann sein, dass eine Messung für die Auswertung nicht geeignet ist. Das ist jedoch nur, wenn ein Störfaktor da ist. Störfaktoren können Alkohol am Vorabend, Medikamente, Krankheit, zu lange/kurz geschlafen.. sein. Wenn diese über den anderen Werten liegen, dürfen sie ausgeklammert werden.

Auswertung der Temperatur:

Da die Temperatur zum ES höher ist, kann dieser gut auf dem Kurvenblatt zu sehen sein. Der Temperaturanstieg benötigt 6 Messungen, die unter dem Anstieg liegen, und 3 Messungen, die höher liegen. Die 3. höhere Messung muss mindestens 0,2 °C über die tieferen Messungen sein. Da ein Körper keine Maschine ist, die immer Bilderbuchmäßig funktioniert, gibt es zwei Ausnahmeregelungen:

Regel 1:

Ist die 3. Temperatur keine 0,2 °C höher, so muss die 4. abgewartet werden. Diese muss höher als die niedrigen Temperaturen sein, muss jedoch nicht 0,2 °C darüber liegen

Regel 2:

Ist eine der 3 Messungen so hoch oder niedriger als die 6 vorhergehenden Messungen, so darf diese nicht berücksichtigt werden. Es muss die 4. Messung abgewartet werden.

Wichtig: Die Regeln dürfen nicht kombiniert angewendet werden!

Sind also 6 niedrige und 3-4 höhere Messungen da, ist die Temperatur für diesen Zyklus ausgewertet.

Viele NFP´ler messen jedoch weiterhin, da am Ende des Zyklus die Temperatur wieder abfällt. So kann der Zeitpunkt der Menstruation teilweise sogar tagesgenau bestimmt werden.

Sympto bedeutet die Beobachtung des Zervixschleimes oder des Muttermunds. Es kann beides oder auch nur eines davon zur Beobachtung und Auswertung genommen werden.

Der Zervixschleim verändert sich im Laufe des Zyklus.

Zu Beginn ist er in der Regel nicht da, kommt, hat seinen Höhepunkt (zum ES) und verschwindet wieder.

Der ZS kann am Scheideneingang oder am Muttermund entnommen werden. Für die Beobachtung ist jedoch wichtig, Ihn immer von dem selben Ort zu nehmen.

Bei jeden Toilettengang sollte eine Probe genommen werden, und die beste Qualität des Tages in das Kurvenblatt notiert werden. Außer dem sehen, muss auch gefühlt werden. (i.d.R. ist das Gefühl nach der Mens trocken, wird dann immer feuchter, zum ES hin kann es sich sogar nass anfühlen, und dann wieder trocken). Das Fühlen kann jederzeit und öfters am Tag stattfinden.

Der ZS wird in folgende Kategorien eingeteilt:

t - trocken
gefühlt: trocken, unangenehm oder gar juckend und
gesehen: kein Schleim

o - nichts
gefühlt: nichts, kein Schleim, nichts feuchtes und
gesehen: kein Schleim

f - feucht
gefühlt: feucht, aber
gesehen: kein Schleim

S - Schleim
gefühlt: nichts oder feucht und
gesehen: dicklicher Schleim, der sich nicht ziehen läßt (Schleimklumpen)

S+ - Schleim bester qualität
gefühlt: feucht oder nass, wie eingeölt und/oder
gesehen: Schleim, der sich zwischen zwei Fingern ziehen lässt, glasklar, dünnflüssig oder Zwischeblutungen

Im Kurvenblatt wird das Kürzel notiert.

Der Schleimhöhepunkt (der Tag mit dem besten S+ Schleim) liegt sehr nahe am ES. Entscheidend sind die 3 Tage nach dem Schleimhöhepunkt, da am Abend des 3. Tages die Schleimauswertung abgeschossen ist. Kommt jedoch in diesen 3 Tagen die Qualität des ZS gleich wie am Schleimhöhepunkt ist, muss mit der Auswertung neu begonnen werden. Tritt nach der abgeschlossenen Schleimauswertung, aber vor abgeschlossener Temperaturauswertung wieder Schleim der Kategorie S+ auf, so muss der ZS auch neu ausgewertet werden.

Sind Temperatur und Schleim fertig ausgewertet, hat ein ES stattgefunden.

Die unfruchtbare Zeit beginnt am Abend der 3. höheren Messung, bzw. am Abend des 3. Tages nach dem Schleimhöhepunkt. Es wird das genommen, was als letztes zutrifft!

Muttermund:

Ebenso kann der Muttermund als zweites Fruchtbarkeitssymbol genutzt werden. Unfruchtbares Zeichen für den Muttermund ist, wenn er hart (vergleichbar mit der Nasenspitze) in die Scheide ragt. Ab dem Zeitpunkt der Mumu sich verändert muss fruchtbar angenommen werden. Er wird weicher und öffnet sich. In der hochfruchtbaren Zeit ist er vergleichbar mit der Unterlippe und ragt (fast) nicht mehr in die Scheide. Manche Frauen können ihre Fingerspitze in den Mumu vergraben, bei anderen öffnet wer sich weniger. Nach dem Eisprung wird der Mumu wieder hart, schließt sich und ragt in die Scheide. Ab dem dritten Tag mit diesem ausgewerteten Mumu kann unfruchtbar angenommen werden. Der Mumu sollte einmal am Tag, zur gleichen Uhrzeit, in der gleichen Stellung getastet werden.

Im Zyklusblatt sollten alle „Zustände“ des Mumu festgehalten werden:

geschlossen: •
etwas offen: o
komplett offen: O

Ebenso die Höhe des Mumu als auch seine Festigkeit.

Es dürfen nur Temperatur und Mumu, bzw. Temperatur und Zervixschleimbeobachtung kombiniert werden. Alleine Mumu und Zervixschleimbeobachtung ist nicht sicher! Natürlich kann man alle drei Symptome auswerten, aber dadurch erhöht sich die Sicherheit nicht. Wenn man sich am Anfang für eine Art entschieden hat nach der man auswertet, sollte man nicht mehr tauschen, da es sonst zu Auswertungsfehlern kommt.

Und jetzt noch die Unfruchtbare Zeit am Anfang des Zyklus:

Minus-8-Regel:

Wenn eine Frau 12 Zyklen eindeutig auswerten konnte kann sie die Minus-8-Regel zur Bestimmung ihrer Unfruchtbarkeit am Zyklusanfang anwenden. Die früheste aufgezeichnete erste Hochmessung ist der Zeitpunkt von dem die Regel Minus 8 Tage rechnet. Z.B. war die früheste eHm in 12 Zyklen an Zyklustag 21; Minus 8 ist Zyklustag 13. Ab nun kann die Frau bis Zyklustag 13 freigeben und muss sich ab Zyklustag 14 vor einer Schwangerschaft schützen. Sollte allerdings vor Zyklustag 13 Schleimqualität in jeglicher Form auftauchen muss sie ab sofort fruchtbar annehmen.

5-Tage-Regel:

Der erste Zyklus ist ab dem ersten Tag fruchtbar. Ab dem zweiten Zyklus darf die ersten 5 Tage eines neuen Zyklus unfruchtbar angenommen werden. Ausnahme ist der erste Zyklus nach absetzen der Pille. Hier darf ab sofort die 5-Tage-Regel angewendet werden. Sollte vor Zyklustag 5 Zervixschleim auftauchen muss man ab sofort fruchtbar annehmen. Wenn die eHm vor Zyklustag 13 ist gilt ab sofort die Minus-8-Regel und „sticht“ hiermit die 5-Tage-Regel.

Minus-20-Regel:

Wenn eine Frau einen Menstruationskalender min. 12 Zyklen geführt hat, darf sie die Minus-20-Regel anwenden. Sie nimmt den kürzesten Zyklus und rechnet Minus 20 der Gesamtanzahl der Tage des Zyklus. Z.B. hat sie einen kürzesten Zyklus von 29 Tagen; Minus 20 Tage sind 9 Tage unfruchtbare Zeit am Zyklusanfang. Auch hier gilt, falls vor Zyklustag 9 Zervixschleim auftaucht nimmt man ab sofort fruchtbar an. Die Minus-8-Regel „sticht“ hier ebenfalls die Minus-20-Regel wenn die Minus-8-Regel weniger fruchtbare Tage ergibt.

Beachte:

Am Anfang des Zyklus kann man nur eine unfruchtbare Zeit annehmen wenn man im vorherigen Zyklus eine Hochlage hatte!




Für Google und Co.

NFP talk hat das Ziel, NFP (die Natürliche Familienplanung) beknannter zu machen, da NFP viele Vorteile hat: NFP ist zuverlässig, NFP ist hormonfrei - daher ist NFP ohne Nebenwirkungen -, NFP ist leicht zu erlernen, NFP ist für jede Frau geeignet, NFP macht mit den Vorgängen im eigenen Körper vertraut, NFP ist kostengünstig, NFP ist eine partnerschaftliche Methode, NFP ist für jede Lebenssituation passend. NFP ist einfach toll!

Mit NFP ist es möglich, den weiblichen Zyklus zu beobachten und zu analysieren, um Tieflage, Eisprung und Hochlage, sowie den Zeitpunkt der zu erwartenden Menstruation zu bestimmen. NFP arbeit mit der Beobachtung von Zervixschleim, Muttermund und Basaltemperatur. Für die Anwendung von NFP benötigt man lediglich Papier, Bleistift, ein NFP-geeignetes Thermometer, sowie eine gesunde Beobachtungsgabe. Um NFP zu erlernen ist es ratsam, einen Kurs zu besuchen, der die Grundlagen von NFP bzw. der symptothermalen Metode (STM) vermittelt, sowie geeignete Literatur zum Thema NFP bzw STM zu lesen.

NFP bzw. STM sollte nicht mit unsicheren natürlichen Verhütungsmethoden wie der Verwendung von Verhütungscomputern (Persona, Cyclotest, LadyComp, Pearly), der Kalendermethode (nach Knaus / Ognio), der Themperaturmethode (nach Hillebrand) oder der Zervixschleim-Methode (nach Billings) verwechselt werden. Denn erst die Kombination von Zervixschleim- bzw. Muttermundbeobachtung (sympto) und Themperaturauswertung (thermal), also die sympto-thermale Methode STM (nach Rötzer) bietet unter Beachtung der Regeln von NFP einen Pearl-Index von 0,4 (vergleichbar mit der Pille). Somit ist NFP wissenschaftlich bewiesen als sehr sichere Verhütungsmethode anzusehen.